Was muss ich machen?

Wer deutsche Staatsangehörige oder deutscher Staatsangehöriger werden möchte, muss einen Antrag in der Staatsangehörigkeitsbehörde seines Bezirks stellen. Dort wird jeder individuell beraten und bekommt ein Antragsformular. Und dann: bitte Antrag ausfüllen, abgeben, los geht’s.

Wie lange dauert es eigentlich?

Die Einbürgerungsbehörden haben sich zum Ziel gesetzt, die Verfahren bis zur Erteilung der Einbürgerungszusicherung nach Möglichkeit innerhalb eines halben Jahres abzuschließen. Je nach Lage des Einzelfalls kann es manchmal zu einer längeren Verfahrensdauer kommen, in einfach gelagerten Fällen kann es dafür aber auch deutlich schneller gehen.

Wie lange es insgesamt vom Antrag bis zur Aushändigung der Urkunde dauert, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und hängt auch damit zusammen, wie schnell die Entlassung aus der Staatsangehörigkeit des Herkunftsstaates verläuft bzw. ob eine Entlassung überhaupt möglich oder erforderlich ist.

Was passiert genau?

Einbürgerungszusicherung, Entlassung aus der alten Staatsbürgerschaft, Einbürgerungsurkunde

Beim Einreichen des Antrags und der zur Prüfung der Einbürgerungsvoraussetzungen erforderlichen Unterlagen zahlt man einen Gebührenvorschuss in Höhe von 191 €, im Falle einer beantragten Miteinbürgerung eines Kindes zusätzlich 38 €.

Führt die Prüfung zu einem positiven Ergebnis, wird man sofort eingebürgert, wenn keine vorherige Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit erforderlich ist (z. B. in den Fällen, in denen der Verlust der bisherigen Staatsangehörigkeit mit Annahme der deutschen automatisch eintritt).

Wenn, was häufig vorkommt, das ausländische Recht jedoch Regelungen zur Aufgabe der Staatsangehörigkeit enthält und kein Grund vorliegt, ausnahmsweise eine Einbürgerung unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit vorzunehmen, erhält man von der deutschen Behörde eine Einbürgerungszusicherung. Mit dieser Zusicherung stellt man dann – in der Regel bei der ausländischen Botschaft – den Antrag auf Entlassung aus der bisherigen Staatsangehörigkeit. Ist diese erfolgt und liegen die Anforderungen für eine Einbürgerung weiterhin vor, wird man gebeten, den bis zur vollen Gebühr in Höhe von 255 € (für ein in den Antrag der Eltern eingeschlossenes Kind 51 €) ausstehenden Differenzbetrag zu bezahlen und bekommt dann die Einbürgerungsurkunde überreicht.

Und dann wird gefeiert!